Paleo-Diät

Paleo-Diät Titelbild

Die Paleo-Diät wird auch als Steinzeiternährung bezeichnet. Es handelt sich um ein proteinreiches und kohlenhydratarmes Konzept. Es werden Lebensmittel gegessen, die schon die Vorfahren in der Steinzeit gegessen haben. Zu der Paleo-Ernährung zählen Lebensmittel, die auch in der Steinzeit verfügbar waren, wie zum Beispiel Fisch, Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte, Nüsse und Obst. Vermieden werden dagegen Zucker, Hülsenfrüchte, Getreide, Milch sowie Milchprodukte.

Wie funktioniert die Paleo-Diät?

Wie funktioniert die Paleo-DiätEs gibt kein einheitliches Konzept für die Durchführung der Paleo-Diät. Zugelassen ist alles, was die Vorfahren sammeln, jagen, fischen und pflücken konnten. Die Paleo-Ernährung besteht aus Fleisch, Fisch, Gemüse, Beeren, Meeresfrüchten, Eiern, Obst, Nüssen, Honig sowie Kräutern. Empfehlenswert ist ein schrittweises Einsteigen in die Paleo-Ernährung.

Die Umstellung kann nach und nach umgesetzt werden. Bei der Paleo-Ernährungsform wird auf Nudeln, Brot, Hartweizen-Produkte, verarbeitete Nahrungsmittel sowie raffinierte Pflanzenöle verzichtet. Alkohol, Kaffee sowie Tabak sollten ebenfalls gemieden werden. Bei der Paleo-Ernährung muss man nicht hungern. Gemüse, Protein und Fett halten satt.

Die Lebensmittel bei der Paleo-Ernährung sind gesund und man muss keine Kalorien zählen. Sie beinhaltet alles, was man benötigt, um schlank, gesund sowie leistungsfähig zu werden und zu bleiben. Bei der Paleo-Diät gibt es keinen Jojo-Effekt, denn die Lebensmittel sind nahrhaft und es wird eine genügende Energiezufuhr gewährleistet.

Auf Wikipedia finden Sie weitere nützliche Infos rund um die Steinzeiternährung.

Darauf sollten Sie bei der Ernährung achten

Die Umstellung auf die Paleo-Ernährung sollte zunächst für 30 Tage erfolgen. Auf Getreideprodukte, wie zum Beispiel Nudeln und Brot, sollte bei der Paleo-Ernährung verzichtet werden. Zu beachten ist, dass alle Lebensmittel mit Weizen, Hafer, Mais, Roggen, Reis und Gerste nicht erlaubt sind. Hülsenfrüchte, also alle Formen von Bohnen, sollten gemieden werden.

Nicht erlaubt sind auch Milchprodukte, Zucker und künstliche Süßstoffe, Süßigkeiten, verarbeitete Lebensmittel und künstliche Zusatzstoffe, Softdrinks und zuckerhaltige Getränke, raffinierte Pflanzenöle und Fette sowie industriell verarbeitetes Fleisch.

Ernährungsplan – Was ist in der Paleo-Diät erlaubt?

Die Grundlage der Paleo-Ernährung ist das Gemüse. Gemüse sollte reichlich gegessen werden. Fleisch ist ebenfalls bei der Paleo-Ernährungsform erlaubt. Fleisch liefert Proteine, Mikro-Nährstoffe sowie gesunde Fette. Das beste Fleisch ist von weidegefütterten Rindern sowie Schafen und von freilaufenden Hühnern sowie Schweinen. Innereien sind ebenfalls gesund und gehören zu einer Paleo-Ernährung.

Erlaubt sind zudem auch Fisch und Meeresfrüchte. Sie gelten als Eiweißlieferanten und als eine wichtige Quelle von Omega-3-Fettsäuren. Eier sind auch ein Bestandteil der Paleo-Ernährung. Sie geben wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel Vitamine und Proteine, und machen satt für einen längeren Zeitraum. Obst gehört ebenfalls zu der Paleo-Ernährung. Obst liefert Vitamine sowie Balaststoffe.

Empfehlenswert sind zudem Nüsse und Samen, da sie als Energielieferanten angesehen werden. Gesunde Öle und Fette zählen zu der Paleo-Ernährungsform. Erlaubt sind auch Kräuter sowie Gewürze und Getränke ohne Zucker und Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Tee, Wasser und Kokoswasser.

Ist die Wirksamkeit der Diät wissenschaftlich belegt?

Wirsamkeit der Paleo-DiätDie Wirkung der Paleo-Ernährung wurde nur wenig erforscht. Bisher durchgeführte Studien belegen eine Verbesserung von Blutzuckerwerten und ein geringes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem wurde in Studien ein positiver Einfluss auf viele gesundheitliche Faktoren gezeigt. Die Paleo-Ernährungsform beeinflusst positiv das Körpergewicht, den Lipidstoffwechsel, den Insulinstoffwechsel sowie die Mortalität.

Außerdem steigert die Paleo-Ernährung die körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit der Menschen, verbessert das Wohlbefinden und beugt Krankheiten vor. In einer Studie wurde zwei Jahre lang die Beziehung zwischen der Paleo-Ernährung und dem Körpergewicht untersucht. Nach sechs Monaten war der Verlust der Fettmasse sehr hoch und der Bauchumfang nahm stark ab.

In einer anderen Studie wurde untersucht, inwieweit sich die Paleo-Ernährungsform auf den Stoffwechsel bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 auswirkt. Die Fettmasse ist gesunken und die Insulinsensitivität hat sich verbessert.

Vorteile der Paleo-Diät

Durch die Paleo-Diät kann man abnehmen, sie stabilisiert den Blutzucker, bekämpft Hautunreinheiten und steigert die sportliche Leistungsfähigkeit. Außerdem hat man durch die Paleo-Ernährung weniger Kopfschmerzen und kein Völlegefühl. Der Verzicht auf Milchprodukte, Zucker, Getreide und Hülsenfrüchte hilft dem Körper, sich zu regenerieren. Die Paleo-Ernährung verbessert das Allgemeinbefinden, sorgt für einen niedrigen Blutdruck sowie für bessere Konzentrationsfähigkeit. Es gibt weniger Depressionssymptome und eine bessere Stimmung.

Außerdem kommt es zu weniger Verdauunsschwierigkeiten und zu einem nachhaltigen Gewichtsverlust. Die Muskeln werden aufgebaut, das Immunsystem stabilisiert und die Blutzuckerwerte verbessert. Die Paleo-Ernährung verringert Allergiesymptome und es treten weniger Atemprobleme sowie weniger Entzündungen auf.

Die Nachteile der Ernährungsform

Die Lebensmittel, die zu einer Paleo-Ernährung gehören, sind teuer. Außerdem handelt es sich bei dieser Ernährung um eine zeitintensive Ernährungsform, da man die Mahlzeiten frisch und selbst vorbereiten sollte. Eine große Menge an Fleisch und Fisch versorgt den Menschen mit viel mehr Protein, als er benötigt. Zu wenig Kohlenhydrate und zu viel Fett führen daher zu einer Gewichtszunahme.

Zudem kann es zu einem erhöhten Cholesterinspiegel kommen. Müdigkeit und Erschöpfung ist ebenfalls möglich, bis sich der Körper auf die Ernährung umstellt. Am Anfang der Paleo-Diät kann es aufgrund von Reduzierung der Kohlenhydrate zu einem Heißhunger nach Süßigkeiten und zu Symptomen, die an Kater erinnern, kommen.

Für wen ist die Paleo-Diät nicht geeignet?

Personen, die berufstätig sind, können mit der Paleo-Ernährungsform einige Schwierigkeiten haben, da die Mahlzeiten selbst vorbereitet werden müssen und dies viel Zeit in Anspruch nimmt. Zudem stellt die Auswahl von Lebensmitteln für Vegetarier und Veganer ein Problem dar. Es kann zu Mangelerscheinungen kommen.

Schlusswort

Die Paleo-Diät ist eine Ernährungsumstellung, die keine schädlichen Wirkungen auf den Körper hat. Die Ernährung ist gesund, da natürliche Lebensmittel verwendet werden und die Mahlzeiten eigenständig zubereitet werden. Zu den erlaubten Lebensmitteln gehören Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst. Fleisch sollte in Maßen gegessen werden und die Mahlzeiten sollten abwechslungsreich sein.

Gegen die Beschwerden, wie Heißhunger oder Kater, kann man viel Mineralwasser trinken sowie Obst und Gemüse, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Bananen, essen.

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