

Ostereier - natürlich färben
Bunte Eier sind in der Osterzeit bei jung und alt beliebt.
Tolle Farben auf dem Ei entstehen nicht nur mit gekauften Farbstoffen. Nutzen Sie die Farbpalette der Natur und stellen Sie Ihre eigene Farbe aus Gemüse, Kräutern, Rinden, Hölzern, Blüten und Blättern her. Durch das Färben mit Naturmaterialien entstehen effektvolle Schattierungen, so dass kein Ei dem anderen gleicht. Experimentieren Sie selbst und entdecken Sie welche Möglichkeiten die Natur bietet.
Auswahl der Eier
Ob Sie weiße oder braune Eier verwenden, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Auf braunen Eiern entstehen warme gedeckte Töne, auf weißen helle kräftige Töne.
Vorbereitung der Eier
Die Eier müssen vor dem Färben gereinigt werden, damit die Schale die Farbe annehmen kann. Gekochte Eier zum Essen sollten sie maximal 10 Minuten kochen. Gekochte Eier für Sträuße oder Nester müssen sie mindestens eine halbe Stunde kochen, damit das Innere des Eies nicht fault.
Wollen Sie ausgeblasene Eier verwenden, so stechen Sie mit einer Nadel oder einem dünnen Nagel oben und unten am Ei ein kleines Loch hinein. Mit einer dünnen Stricknadel zerstechen Sie das Dotter im Ei. Pusten Sie vorsichtig in ein Loch, dann rutschen Eiklar und Dotter durch das zweite Loch. Danach müssen die Eier getrocknet werden.
Vorbereitung des Farbsuds
Verwenden Sie immer alte Kochtöpfe für den Farbsud, da der Kochtopf die Farbe des Suds annehmen kann. Für die Farbbäder weichen Sie die Naturstoffe im Wasser ein und kochen sie auf. Anschließend filtern sie die Feststoffe ab. Je länger die Einweich- und Kochzeit ist, desto ergiebiger und kräftiger werden die Farben.
Gewinnung der Farbbäder
| Naturstoffe |
Menge an Material |
Menge an Wasser |
Einweichzeit des Suds |
Kochzeit des Suds |
| Blüten, Blätter, Früchte | 50 – 100 Gramm | 1 – 2 Liter | einige Stunden | ½ Stunde |
| Wurzel, Rinden | 50 – 100 Gramm | 1 – 2 Liter | 10 – 12 Stunden | 10 – 12 Stunden |
| Pulver aus der Apotheke | 3 - 4 Teelöffel | ½ Liter |
- |
½ Stunde |
| Tee, Kaffee | 30 – 50 Gramm |
1 Liter |
- |
20 Minuten |
Techniken für die Verzierung
Verzieren sie die Eier vor dem Färben. Verwenden sie dazu Kräuterblätter oder Blattspitzen. Auch Wachs, Seidenpapier, Klebestreifen, Aufkleber oder Faltschnittbänder ergeben tolle Muster auf dem Ei. Zur Befestigung der Materialien auf dem Ei, können Sie es entweder vorher befeuchten oder Eiweiß als Klebstoff nutzen. Einige Materialien, wie flüssiges Wachs, Klebestreifen oder Aufkleber, kleben eigenständig. Wichtig ist, dass die Materialien in ihrer gesamten Länge auf dem Ei liegen.
Ebenfalls kann ein Stück einer Nylonstrumpfhose, das um das Ei gespannt und auf der Rückseite mit einem Draht zusammengebunden wird, für weiteren Halt sorgen. Anschließend werden die Eier in die Farbbäder gelegt. Die Materialien bzw. der Nylonstrumpf wird erst nach dem Abkühlen der Eier entfernt.
Das Eierfärben
Je nach gewünschter Farbe sind für die Herstellung der Farbbäder unterschiedliche Naturmaterialien nötig. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Farben inspirieren und kreieren Sie Ihre eigenen Farbkombinationen durch Mischung der Naturmaterialien. Die Anleitung zum Färben der Eier finden Sie nach Farben sortiert in den als pdf hinterlegten Tabellen:
Tipp: Ein Schuss Essig im Farbsud lässt die Eier noch farbiger und leuchtender werden. Am Ende können Sie die gefärbten Eier mit Speckschwarte oder etwas Speiseöl abreiben, so dass sie schön glänzen und ihre Farbe besser zur Geltung kommt.
Weitere Informationen und Quellen
Viel zu tun rund ums Huhn, Eine Werkstatt mit Extrateil Ostern, Kerstin Schmeing, Verlag an der Ruhr, 2005.
Das Oster-Bastelbuch, 100 umweltfreundliche Bastelideen mit Vorlagen in Originalgröße in Zusammenarbeit mit Öko-Test, Freiburg Breisgau, Christophorus-Verlag, 1993.
Mit Kindern Basteln: Ostereier färben, bemalen, verzieren, Rita Giegerich, Wiesbaden, Englisch Verlag, 1992.
Das große Osterbastelbuch für die Familie: Umweltfreundliche Ideen und Materialien, Vorlagenbogen, Christina Pfeiffer und Renate Vogl, Augustus Verlag, Augsburg, 1994.
Osterschmuck aus der Natur, Hannelore Linse, Stuttgart, Kosmos, 1998.
Autorin: Fenja Bielfeldt, Ernährungszentrum Bruchsal
Bild: Friederike Wöhrlin
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung
"Komm in Form" -Ernährungs-
