

Das Genusstauglichkeitskennzeichen / Identitätskennzeichen
Seit Januar 2006 wurde das sogenannte Genusstauglichkeitskennzeichen auf der Verpackung tierischer Lebensmittel, wie Fleisch und Fleischerzeugnisse, Milchprodukte, Eiprodukte (z. B. Flüssig-Ei, aber ggf. auch Teig- oder Backwaren), Fischereierzeugnisse, Weichtiere, Gelatine, Kollagen und weitere durch das Identitätskennzeichen abgelöst. Das Genusstauglichkeitskennzeichen wird nur noch auf den Schlachtkörpern angebracht. Das Kennzeichen besagt, dass der Betrieb, welcher das Produkt zuletzt behandelt bzw. verpackt hat, nach EU-weiten Hygienestandards arbeitet und entsprechend überwacht wird und von der zuständigen Behörde zugelassen wurde.
Was ist ein Identitätskennzeichen?
Es wird durch den Lebensmittelunternehmer auf Verpackungen für tierische Lebensmittel
angebracht und enthält Informationen über die letzte Verarbeitungs- oder Verpackungsstation des jeweiligen Produktes. Über das Identitätskennzeichen kann allerdings nicht die ursprüngliche Herkunft des Rohprodukts ermittelt werden.
Was ist ein Genusstauglichkeitskennzeichen?
Das Genusstauglichkeitskennzeichen wird unter amtlicher Überwachung nur bei Tieren (als Haustiere gehaltene Huftiere, Säugetier-Farmwild, frei lebendem Großwild) angebracht, die einer Schlachttier- und Fleischuntersuchung unterzogen und für genusstauglich erklärt wurden.
Was besagt die Kennzeichnung?
Dieses oval aufgebaute Zeichen enthält einen 3-teiligen Code:
- oben: Abkürzung für das Erzeugerland, im Beispiel: DE für Deutschland
- Mitte: Zulassungsnummer des Betriebes bestehend aus der Abkürzung für das Bundesland und einer Zahlenfolge
- unten: Code der Gemeinschaft; in Deutschland: EG; je nach Herkunftsland werden andere Abkürzungen für die Gemeinschaft verwendet
Bis zur Neuregelung in Deutschland in 2007 wurden anstelle der Kürzel für das Bundesland Kürzel für die Art des Betriebes und bis zu 4-stellige Betriebsnummern verwendet. Die Kürzel für die Betriebsarten waren z. B. ES für Schlachtbetrieb, EZG für Zerlegungsbetrieb für Geflügelfleisch oder EP für Eiprodukte. Diese ehemals vergebenen Nummern können unter bestimmten Umständen weiter verwendet werden.
|
Erzeugerland |
Abkürzung |
Bundesland |
Abkürzung |
|
Österreich |
AT |
Brandenburg |
BB |
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Belgien |
BE |
Berlin |
BE |
|
Bulgarien |
BG |
Baden-Württemberg |
BW |
|
Zypern |
CY |
Bayern |
BY |
|
Tschechien |
CZ |
Bremen |
HB |
|
Deutschland |
DE |
Hessen |
HE |
|
Dänemark |
DK |
Hamburg |
HH |
|
Estland |
EE |
Mecklenburg-Vorpommern |
MV |
|
Griechenland |
EL |
Niedersachsen |
NI |
|
Spanien |
ES |
Nordrhein-Westfalen |
NW |
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Finnland |
FI |
Rheinland-Pfalz |
RP |
|
Frankreich |
FR |
Schleswig-Holstein |
SH |
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Ungarn |
HU |
Saarland |
SL |
|
Irland |
IE |
Sachsen |
SN |
|
Italien |
IT |
Sachen-Anhalt |
ST |
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Litauen |
LT |
Thüringen |
TH |
|
Luxemburg |
LU |
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Lettland |
LV |
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Malta |
MT |
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Niederlande |
NL |
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Polen |
PL |
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Portugal |
PT |
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Rumänien |
RO |
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Schweden |
SE |
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Slowenien |
SI |
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Slowakei |
SK |
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Vereinigtes Königreich |
UK |
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Aus welchen zugelassenen Betrieben Fleisch, Milch, Eier und andere Lebensmittel stammen, ist in der ständig aktualisierten Datenbank des BVL aufgelistet (Betriebe für den Handel mit tierischen Lebensmitteln).
Weitere Informationen und Quellen
„Das Identitäts- und Genusstauglichkeitskennzeichen“, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), www.bvl.bund.de
Autorin: Carolin Traub
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung
"Komm in Form" -Ernährungs-
