

Huhn und Pute: Qualität und Herkunft
Nur ein kleiner Teil des gerade in Herbst und Winter gerne aufgetischten Geflügels stammt aus heimischer Produktion. Der Braten kommt meist aus Polen oder Ungarn und die Kennzeichnung gibt kaum Auskunft über die Bedingungen, unter denen die Tiere aufgezogen wurden.
Standard in der Geflügelmast ist eine intensive Tierhaltung mit wenig Bewegungsraum. Wer seine Tiere artgerechter hält, kann dies kennzeichnen. Die Europäische Union hat zum 1. Juli 2008 Vorschriften zur Kennzeichnung von Haltungsformen für verpacktes Geflügelfleisch erlassen. Vier Angaben sind zulässig:
- »extensive Bodenhaltung«

- »Freilandhaltung«
- »Bäuerliche Freilandhaltung«
- »Bäuerliche Freilandhaltung - Unbegrenzter Auslauf«
Wer mit einer dieser Bezeichnungen wirbt, muss definierte Mindestkriterien einhalten. Schon die »extensive Bodenhaltung« bedeutet mehr Platz pro Tier und eine längere Mastdauer im Vergleich zur üblichen Intensivhaltung. Für die »Freilandhaltung « kommen ein Quadratmeter Auslauf je Hähnchen bzw. vier Quadratmeter je Pute und ein Futter-Getreideanteil von 70 % während der Ausmast hinzu. Die "bäuerliche Freilandhaltung - unbegrenzter Auslauf" kommt einer flächenmäßig artgerechten Tierhaltung am nächsten.
Für Öko-Geflügel gelten besonders hohe Anforderungen. Das Mastfutter muss überwiegend aus hofeigenem Öko-Getreide stammen und ein Auslauf ist selbstverständlich.
Auskunft über die Herkunft gibt das freiwillige Herkunftssicherungssystem (D/D/D) der deutschen Geflügelwirtschaft und der Orgainvent GmbH. Es garantiert, dass Geburt, Mast und Schlachtung des Geflügels in Deutschland stattfanden. Mitunter sind noch zwei weitere D vermerkt, die für deutsche Elterntiere und den heimischen Standort der Futtermühle stehen. Aussagen über Haltungsform und die Art des Futters fehlen jedoch.
Hier finden Sie weitere Informationen zur Geflügelqualität sowie Bezugsquellen für Geflügel aus ökologischer Erzeugung in Baden-Württemberg (pdf)
eingestellt am 7.12.2009
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg





"Komm in Form" -Ernährungs-
