Aroma
Aromen geben Lebensmitteln ihren charakteristischen Geruch und Geschmack. Etwa 45.000 verschiedene Substanzen kommen in Lebensmitteln natürlicherweise vor. Durch die Verwendung von Aromen in der Lebensmittelverarbeitung können Aromaverluste ausgeglichen oder der Geschmack von Lebensmitteln intensiviert werden.
Unterschieden werden
- natürliche Aromastoffe, die aus Naturprodukten hergestellt werden,
- naturidentische, die den natürlichen chemisch gleich sind, aber künstlich hergestellt werden und
- künstliche Aromastoffe, Substanzen, die in der Natur nicht vorkommen.
Bei der Kennzeichnung genügt die Bezeichnung „Aroma“, die Art und Anzahl der zugesetzten Substanzen erfährt der Verbraucher nicht.
Wird der Begriff „natürliches Aroma“ in der Zutatenliste verwendet, müssen die Aromen lediglich aus natürlichen Grundstoffen stammen bzw. pflanzlicher oder tierischer Herkunft sein. Fruchtaromen stammen also nicht unbedingt aus den entsprechenden Obstsorten, sondern beispielsweise aus Hefe- oder Bakterienkulturen. Wenn aber die Verkehrsbezeichnung auf ein geschmackgebendes Lebensmittel hinweist, zum Beispiel „Erdbeerjoghurt“, muss das Aroma, wenn es als „natürlich“ bezeichnet wird, ausschließlich aus dem genannten Lebensmittel stammen.
Künstliche Aromen dürfen nur für bestimmte Lebensmittel wie Cremespeisen, Backwaren, Zuckerwaren und Liköre verwendet werden.