

Allergene und Kennzeichnung
Allergene sind Auslöser von allergischen Reaktionen. Für gesunde Menschen sind die Substanzen harmlos. Bei Allergikern führen sie zu starken Abwehrmechanismen des Immunsystems, die Symptome wie Hautauschlag, Magen-Darm-Störungen, Heuschnupfen, allergisches Asthma bis hin zum lebensgefährlichen allergischen Schock auslösen. Da schon Spuren des Allergens diese Reaktion hervorrufen können, muss der Allergiker es strikt meiden. In Europa leiden 8% der Kinder und 3% der Erwachsenen an Lebensmittelallergien.
Auf Lebensmittelpackungen müssen die wichtigsten Allergene immer deklariert werden. Sie verursachen 90% aller Lebensmittelallergien und deswegen ist die Kennzeichnung so wichtig.
Folgende Zutaten sind kennzeichnungspflichtig:
- Glutenhaltiges Getreide und daraus hergestellte Erzeugnisse (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon)
- Krebstiere und Krebserzeugnisse
- Eier und Eierprodukte
- Fisch und Fischerzeugnisse
- Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
- Soja und Sojaerzeugnisse
- Milch und Milchprodukte (einschließlich Lactose)
- Schalenfrüchte und Nebenerzeugnisse (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashewnuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, und Queenslandnuss)
- Sellerie und Sellerieerzeugnisse
- Senf und Senferzeugnisse
- Sesamsamen und -erzeugnisse
- Schwefeldioxid und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10mg/l, als SO2
- Lupinen und -erzeugnisse
- Weichtiere und -erzeugnisse
Die potentiell allergenen Zutaten müssen in der Zutatenliste aufgeführt, aber nicht gesondert ausgewiesen werden.
Bei offen angebotenen Produkten, zum Beispiel Feinkostsalaten, müssen die potentiellen Allergene nicht gekennzeichnet werden.
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