

Getränke in der Schule - was löscht den Durst?
Warum ist Trinken so wichtig?
Wasser erfüllt in unserem Körper viele lebenswichtige Aufgaben. Es ist ein Lösungs- und Transportmittel, spült Giftstoffe aus dem Körper und reguliert die Körpertemperatur. Der Mensch besteht zu 50 – 80% aus Wasser, doch kann er keine großen Wasserreserven bilden. Daher sollten Flüssigkeitsverluste schnellstmöglich ausgeglichen werden.
Wichtig: Durst ist als Warnsignal zu verstehen, es zeigt ein akutes Flüssigkeitsdefizit an. Deshalb nicht erst auf den Durst warten, sondern regelmäßig trinken, damit Durst erst gar nicht entsteht. Das gilt besonders für Kinder. Beim Spielen und Toben sind Sie oft so abgelenkt, dass sie ihr Durstgefühl erst sehr spät wahrnehmen. Aber gerade bei körperlicher Anstrengung und an warmen Tagen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr enorm wichtig. Kinder fühlen sich sonst schlapp und müde.
Trinkempfehlungen
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte ein Kind im Alter von 7 bis 13 Jahren 1,2 bis 1,3 Liter Flüssigkeit aufnehmen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind es 1,5 Liter. Bei Sport und Spiel und insbesondere an heißen Tagen erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf um bis zu 50%.
Die Qual der Wahl - Was eignet sich zum Trinken?
Egal ob Mineralwasser oder Trinkwasser aus der Leitung – Wasser ist der ideale Durstlöscher. Kindern wird Wasser jedoch schnell zu langweilig. Aufpeppen lässt es sich mit etwas Fruchtsaft, Früchtetee (mindestens 2/3 Wasser und höchstens 1/3 Saft) oder einem Spritzer Zitrone. Weder die heißgeliebten Limonaden noch unverdünnte Fruchtsäfte eignen sich als Durstlöscher. Der zu hohe Zuckergehalt liefert unnötige Energie und schädigt zudem die Zähne von Kindern.
Trinken im Unterricht
Die meisten Lehrer verbieten das Trinken im Unterricht aufgrund der befürchteten Ruhestörung und Unaufmerksamkeit der Schüler. Was viele Lehrer nicht wissen: Schon ein geringer Flüssigkeitsmangel schränkt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit ein. Kinder sind dann unkonzentriert und können Lerninhalte nicht mehr so gut aufnehmen.
„Störungen“ durch Trinken im Unterricht kann durchaus positiv bewertet werden. Lernen ist kein passiver Vorgang, sondern setzt aktive Denkvorgänge voraus. Rechtzeitiges und ausreichendes Trinken verbessert zum einen körperliche und mentale Leistungsfähigkeit und zum anderen regeneriert sich das Wachheitsniveau durch Bewegung, wie die Toilettengänge. Diese Störungen sollten demnach nicht nur negativ ausgelegt werden.
„Trinkfit – mach mit!“
Um eine wünschenswerte Trinkkultur in Schulen zu etablieren setzt sich die Initiative Durstspiegel für den Zugang zu gutem, kostenlosem Trinkwasser ein. Trinkwasserspender sollen Schülerinnen und Schüler dazu motivieren mehr und besser zu trinken – in und außerhalb der Schule. Studienerhebungen im Schuljahr 2006/2007 zeigen eindeutig, dass Kinder sowohl in der Schule aber auch den ganzen Tag über mehr Wasser trinken und auf süße Getränke weitgehend verzichten. Auch Lehrer begrüßen „Trinkfit - mach mit“ an Schulen. Bereits 60 Schulen setzten die Wasserspender im Unterricht ein. Haben auch Sie Interesse an einem Trinkbrunnen in Ihrer Schule? Dann informieren Sie sich bei den Herstellern unter:
www.bluesense.de
www.environ-gmbh.de
www.kaercher.de
www.durstspiegel.de
Quellen und weitere Informationen
Info 3 - Getränke, Infoblatt des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum, 2008
AID: Richtig Trinken im Unterricht, Ernährung im Fokus 09/04
DGE: Geeignete Getränke für Kinder, www.dge.de, 1.9.2006
www.durstspiegel.de
LEL: Trinken im Unterricht - Zwischendurch bleibt der Durst oft auf der (Pausen-)Strecke, 3/2006
Autorin: Teresa Bilic
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung





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