

Neues Wundermittel Mangostane
„Gewonnen aus dem Saft der Früchte des Mangostanbaumes – vorbeugend vor Osteoporose und Parkinson sowie entzündungshemmend“ – diese und viele weitere Wunderwirkungen werden diesem tropischen Saft zugeschrieben. Dabei kann man ihn nicht einfach im Handel kaufen. Er wird über das Internet oder bei Veranstaltungen vertrieben. Gerade bei Letzteren verspricht man den gutgläubigen Käufern das Blaue vom Himmel. Beweisen lässt sich das später selten. Und auch so manche Werbung im Internet verstößt gegen bestehende Gesetze. Eine Abmahnung ist jedoch meist nicht möglich, da die Anbieter häufig im Ausland sitzen. Saftanbieter mit bekannter Adresse sind inzwischen vorsichtiger mit ihren Angaben. Sie stellen die sekundären Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in den Vordergrund.
Angebaut werden die zuckerreichen Früchte vorwiegend in Südostasien und Mittelamerika. Der Mineralstoffgehalt und der Gehalt an B-Vitaminen gleicht dem heimischer Früchte. Äpfel weisen beispielsweise viermal so viel Vitamin C auf wie Mangostane. Wie jedes Obst enthalten die Exoten sekundäre Pflanzenstoffe. Nach Einschätzung des Max-Rubner-Institutes in Karlsruhe sind Mangostane aber keine Wunderpflanzen. Ihr gesundheitlicher Wert ist vergleichbar dem von Karotten, Tomaten und ähnlichen Früchten. Daher rechtfertigt nichts den hohen Preis von bis zu 40 Euro pro Liter. Obst und Gemüse aus heimischer Produktion enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe – und eine Flasche dieser einheimischen Säfte kostet noch nicht einmal ein Zehntel des Exotenproduktes!
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
"Komm in Form" -Ernährungs-
