

Lagerung von Äpfeln
Noch Monate nach der Erntezeit sehen Äpfel knackig frisch aus – moderne Lagertechnik macht’s möglich. Kann man derart lange aufbewahrte Äpfel ohne Bedenken essen?
Schon lange wird im Fruchthandel die so genannte Controlled Atmosphere – kurz: CA-Lagerung - praktiziert. Hier wird ein Teil des Luftsauerstoffs durch Kohlendioxid ersetzt. Bei 4° Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit wird der Apfel quasi in einen Winterschlaf versetzt, was die weitere Reifung sehr stark verlangsamt. So kommen die eingelagerten Äpfel auch 2-3 Monate nach der Ernte wie frisch in den Handel. Für Konsumenten ist dieses Verfahren völlig unbedenklich. Der Vitamingehalt sinkt zwar, dies aber wesentlich langsamer als bei den Lagermöglichkeiten im Haushalt.
Zugelassen ist für die Lagerung 1-Methylcyclopropen (MCP), welches die Produktion des natürlichen Reifegases Ethylen stark bremst. Die Farbe der Schale bleibt erhalten und das Fruchtfleisch knackig, auch wenn die Früchte längst in den Verkaufsregalen liegen. Nachteil dieser Methode ist, dass das Apfelaroma wegen der schlechten Nachreife leidet und nicht jede Sorte dafür gleich gut geeignet ist. Weder für Anwender noch für Konsumenten gehen bei sachgemäßem Einsatz von MCP, das auch als Smart-Fresh Verfahren bezeichnet wird, Gesundheitsgefahren aus. Da diese Konservierung nicht kennzeichnungspflichtig ist, fordert die Verbraucherzentrale, dass bei MCP-gelagertem Obst auch der Erntezeitpunkt angegeben wird.
In einigen Ländern dürfen Äpfel zur Konservierung gewachst werden. In Deutschland ist das verboten. Werden diese Äpfel bei uns verkauft, muss die Behandlung gekennzeichnet sein. Äpfel haben jedoch auch eine natürliche Wachsschicht. Die Apfelschale enthält 2,5 bis 6 mal mehr Vitamin C als das Apfelfruchtfleisch und einen großen Teil der sekundären Pflanzenstoffe - insbesondere Flavonoide. Die Verbraucherzentrale rät daher, Äpfel gut gewaschen und abgerieben mit Schale zu essen.
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg
"Komm in Form" -Ernährungs-
