

Nahrungsergänzungsmittel
Immer wieder werden Nahrungsergänzungsmittel zur Linderung von Krankheiten angepriesen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt kritische Skepsis gegenüber den Angeboten zweifelhafter Pflanzenextrakte, wieder entdeckter alter Heilpflanzen oder Zubereitungen exotischer Lebensmittel, die Wunderwirkungen vollbringen sollen.
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die nicht in ihrer natürlichen Form angeboten werden, wie z.B. als Tabletten. Trotz bestehender gesetzlicher Verbote geben zahlreiche Anbieter nicht einlösbare Wirkungsversprechen. Verbraucher sollten misstrauisch sein, wenn Nahrungsergänzungsmittel
- durch wiederholten Hinweis auf die Herkunft aus exotischen Regionen (etwa Regenwald, Himalaya, kleine karibische Insel) Exklusivität vorgaukeln;
- gleich gegen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, beispielsweise Akne, Aids, Diabetes, Krebs, Neurodermitis, Rheuma wirken sollen
das dient nur der Vergrößerung des Kundenkreises; - dort helfen sollen, wo die Schulmedizin versagt (hat), speziell bei unheilbaren Krankheiten. Hier wird Verzweiflung schamlos ausgenutzt.

die Nebenwirkungen schulmedizinischer Therapien lindern sollen; - mit positiven Erfahrungsberichten von (angeblichen?) Ärzten oder Professoren beworben werden. Diese haben meist selbst ein Interesse am Verkauf der Mittel oder werden für ihre Werbung gut bezahlt. Unabhängige klinische Studien oder Literaturverweise werden regelmäßig nicht genannt;
- als ‚natürlich’ frei von Risiken und Nebenwirkungen angepriesen werden.
- nur zeitlich begrenzt, befristet zu einem Sonderpreis oder nur bei "Beratern" erhältlich sind – das soll nur den Kaufanreiz erhöhen;
- angeblich schon seit Jahren/Jahrzehnten/Jahrhunderten in außereuropäischen Ländern verwendet werden, ohne offiziell anerkannt zu sein. Häufig folgt hier die Ergänzung, es sei unverständlich, warum keine Zulassung als Arzneimittel existiert.
Zurückhaltung ist angesagt, wenn der Vertreiber nicht in Deutschland sitzt – Geld-zurück-Garantien oder gar Schadenersatz bei durch das Mittel verursachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind dann schwer oder gar nicht zu realisieren.
aktualisiert am 28.06.2010
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg





"Komm in Form" -Ernährungs-
