

Grüne Stellen bei Möhren - ungesund?
Bei Kartoffeln und Tomaten, die zu den Nachtschattengewächsen zählen, treten nicht selten grüne Stellen auf, die den natürlichen Giftstoff Solanin enthalten. Auch Möhren haben
oft grüne „Köpfe“. Sie enthalten kein Solanin, sind völlig ungiftig, schmecken jedoch bitter.
Nachtschattengewächse können Solanin enthalten
Nachtschattengewächse enthalten an grünen Stellen den natürlichen Giftstoff Solanin. Vorwiegend unreife Tomatenfrüchte, oder durch Sonnenlicht grün gewordene Stellen bei Kartoffeln weisen Solanin in nennenswerten Mengen auf. Mit dem Entfernen der grünen Bereiche können sie bedenkenlos gegessen werden.
Möhren sind keine Nachtschattengewächse. Sie enthalten daher an grünen Stellen auch kein Solanin. Die grünen „Köpfe“ bei Möhren entstehen, wenn diese aus dem Boden herausragen und dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe entstehen dadurch nicht. Trennen Sie die grünen, bitter schmeckenden Köpfe einfach ab.
Wie kommt es zu den grünen „Köpfen“?
Grüne Köpfe bei Möhren entstehen, wenn der Gartenboden nicht tiefgründig und/ oder locker genug ist. Die Möhren drücken sich dann während des Wachstums nach oben. Auch bei zu eng gesäten Möhren kann dies die Folge sein.
Tipp: Durch eine tiefe Bodenbearbeitung im Herbst sowie einer Bodenverbesserung mit Kompost im Frühjahr lockern Sie den Boden. Zusätzlich können Sie beim Hacken den Boden um die „Köpfe“ leicht anhäufeln. Vereinzeln Sie zu dicht stehende junge Pflanzen, damit genug Platz zum Wachstum bleibt.
Weitere Informationen
Gemüse im Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung
Autorin: Lena Busch; Bild: Friederike Wöhrlin
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung
"Komm in Form" -Ernährungs-
