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Trinken für Senioren
Viele Menschen empfinden im Alter kaum mehr Durst und trinken dann entsprechend wenig. Mit dem Verlust des Durstgefühls verliert der ältere Mensch das Warnsignal, das die
Austrocknung der Körpergewebe anzeigt. Das kann aber schwer wiegende Folgen haben.
Welche Flüssigkeitsmengen werden empfohlen?
Mindestens 1,3 l Flüssigkeit sollten Senioren pro Tag mit Getränken aufnehmen, besser sind jedoch 1,5 – 2 l. Das sind mindestens fünf bis sechs Tassen oder Gläser, die täglich zusätzlich zu der mit der festen Nahrung aufgenommenen Flüssigkeit getrunken werden sollten. Ist es heiß, muss mehr getrunken werden, denn dann verdunsten große Mengen an Wasser über die Haut und müssen wieder ersetzt werden.
Welche Getränke sollten getrunken werden?
- Ideal geeignet sind Wasser und Tees. Sie sind billig, kalorienfrei und schmecken gut.
- Ebenfalls empfehlenswert sind verdünnte Fruchtsäfte aus Kern- oder Steinobst, Beeren, Trauben oder Zitrusfrüchten. Sie enthalten beachtliche Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Säfte aus Zitrusfrüchten und Johannisbeersüßmoste können wesentlich zur Vitamin-C-Versorgung beitragen. Jedoch sollten Fruchtsäfte wegen ihres hohen Zuckergehalts möglichst stark verdünnt werden.
- Limonaden und gezuckerte, aromatisierte, kohlensäurehaltige Getränke sind nicht geeignet. Ihr Zuckergehalt liegt bei etwa zehn Prozent. Im Gegensatz zu Fruchtsäften ist aber der Vitamin- und Mineralstoffgehalt äußerst gering.
- Koffeinhaltige Getränke sollten in Maßen getrunken werden. Wird das Koffein des Kaffees im Alter schlechter vertragen, dann bietet der Handel entkoffeinierten Kaffee an ebenso wie gerbsäurearme Sorten.
- Milch gilt als flüssiges Lebensmittel. Täglich ein bis zwei Gläser sind für eine gute Eiweiß-, Vitamin- und Mineralstoffversorgung ideal. Mehr sollte aber nicht getrunken werden, denn Milch ist aufgrund des hohen Energiegehalts kein Durstlöscher.
- Alkoholhaltige Getränke wie Bier, Wein und Most können in geringen Mengen Kreislauf anregend und belebend wirken. Frauen sollten trotzdem nicht mehr als 20 Gramm - das entspricht einem Glas Wein oder Bier - Männer nicht mehr als 40 Gramm Alkohol täglich aufnehmen. In größeren Mengen hat Alkohol schädliche Wirkungen auf den Körper. Zum Beispiel kann er die Magenschleimhaut angreifen, Gichtanfälle auslösen oder zur Leberverfettung und –zirrhose führen.
Was passiert, wenn zu wenig getrunken wird?
Menschen, die zu wenig Flüssigkeit aufnehmen, können an einer Austrocknung der Gewebe leiden und erschweren den Nieren die Aufgabe, giftige Stoffwechselprodukte wie zum Beispiel Harnstoff und Harnsäure auszuscheiden. Verbleiben diese aber in zu hohen Konzentrationen im Blut, so können Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Verwirrung oder Vergesslichkeit, ja sogar Vergiftungserscheinungen auftreten.
Zu großer Durst kann aber auch ein Warnsignal für eine beginnende Zuckerkrankheit sein.
Tipps:
- Machen Sie sich einen Trinkplan und streichen Sie die getrunkenen Gläser jeweils aus. So haben Sie einen guten Überblick über Ihre Flüssigkeitszufuhr.
- Trinken Sie langsam und in Ruhe.
- Vermeiden Sie kohlensäurehaltige Getränke.
- Trinken Sie abwechslungsreich: mal ein Glas Wasser, eine Tasse Tee, eine Saftschorle oder einen Kaffee.
Quelle: Infodienst der Landwirtschaftsverwaltung