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Trans-Fettsäuren (trans-FS) in Süßwaren
Die gesundheitlichen Risiken eines hohen trans-FS-Gehaltes in Lebensmitteln werden bereits seit Jahren diskutiert. Trans-FS sind Fettsäuren mit einer LDL-cholesterinsteigernden Potenz und stellen damit einen Risikofaktor für Arteriosklerose und Herzinfarkt dar. In Deutschland gibt es im Unterschied zu anderen Ländern weder eine Deklarationspflicht noch einen Grenzwert. In Dänemark gilt seit Beginn des Jahres 2004 ein Grenzwert von max. 2% trans-FS (die Angaben erfolgen in % des Gesamtfettes) in industriellen Erzeugnissen.
Trans-FS entstehen bei der industriellen Teilhärtung und in geringerem Maß bei der Raffination von Speiseölen. Im Fettgewebe und im Milchfett von Wiederkäuern kommen trans-FS auch natürlich vor (in Milchfett z. B. bis zu 4%).
Im Gegensatz zu Margarine, deren trans-FS-Gehalte in den letzten Jahren in der Regel unter 1 % lagen, weisen Süßwaren teilweise noch erhebliche trans-FS-Gehalte auf. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 78 Süßwaren untersucht. Die Füllung einer Schokolade enthielt über 50 % und die Zitronencreme einer gefüllten Waffel sogar über 60 % trans-FS bezogen auf den Fettanteil. Von 11 Keksen und 14 Nuss-Nougat-Cremes überschritten jeweils 3 Proben den dänischen Grenzwert von 2 % trans-FS.
Quelle: Chemische und Veterinäruntersuchungsämter