

Ernährungsempfehlungen für Babys in den ersten 6 Monaten
Es ist soweit, Ihr Baby hat endlich das Licht der Welt erblickt. Damit der Einstieg in die große weite Welt problemlos verläuft, gibt es einige Ernährungstipps, die Sie berücksichtigen sollten.
Nach 9 Monaten im Bauch der Mutter hat ein Baby alles mitbekommen, was es für eine gesunde Entwicklung braucht. Einige der inneren Organe wie Leber, Niere und ganz besonders der Verdauungsapparat sind jedoch noch nicht vollständig ausgereift. Um den Magen und Darm nicht zu überfordern, ist in den ersten Monaten auf strenge Hygiene und eine auf den kindlichen Organismus abgestimmte Ernährung zu achten.
Stillen ermöglicht Ihrem Baby den besten Start ins Leben
Denn in den ersten sechs Monaten ist die Muttermilch die beste Nahrung für ein Kind. Sie ist exakt auf die Bedürfnisse und das noch unreife Verdauungssystem des Babys abgestimmt und liefert in optimaler Menge Kalorien und Nährstoffe. Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich ständig und passt sich so den Anforderungen des wachsenden Kindes an: selbst im Verlauf einer Mahlzeit verändert sich die Milch. Zuerst kommt die mineralstoffreiche, aber kalorienarme Milch, die den Durst des Babys stillen soll, dann wird die Milch gehaltvoller und sättigt.
Die Vorteile des Stillens sind schnell aufgezählt: Neben der idealen Zusammensetzung ist Muttermilch allergenarm und bietet so den besten Schutz vor Allergien. Zudem gehen die in der Muttermilch enthaltenen Abwehrkräfte mit der Milch auf das Kind über und stärken so das noch nicht voll entwickelte Immunsystem. Muttermilch enthält besondere Fettsäuren (LCP-Fettsäuren), die die geistige Entwicklung des Kindes fördern. Und nicht zuletzt ist Stillen praktisch, denn so ist die optimale Mahlzeit für Ihr Baby stets griffbereit, frisch, richtig temperiert und sogar der Geldbeutel wird geschont!
Tipps zum Stillen:-
Verzichten Sie auch während der Stillzeit auf Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten und verringern Sie Ihr Körpergewicht nicht zu stark, da sonst im Körperfett eingelagerte Schadstoffe freigegeben werden.
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Zitrusfrüchte und blähende Gerichte wie Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln können bei Ihrem Baby zu einem wunden Po oder Blähungen führen. Probieren Sie aus, was Ihrem Kind bekommt.
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In der 6. und 16. Woche macht Ihr Baby einen enormen Wachstumsschub und scheint ständig hungrig zu sein. Legen Sie es in dieser Zeit einfach häufiger an die Brust, nach einigen Tagen werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten wieder länger.

Alternative zum Stillen: Säuglingsnahrung
Eine Alternative für alle Frauen, die nicht stillen können oder wollen, ist eine industriell hergestellte Säuglingsnahrung. Sie orientiert sich am Energie- und Nährwertgehalt der Muttermilch, ist schadstoffarm und hygienisch unbedenklich. Manche Säuglingsnahrungen enthalten wie die Muttermilch LCP-Fettsäuren, die die Entwicklung von Gehirn, Nervensystem und Sehvermögen des Babys fördern.
Im Handel gibt es eine Vielzahl von Säuglingsnahrungen, doch nicht alle sind empfehlenswert. Säuglingsnahrungen mit der Bezeichnung „PRE" sind der Muttermilch in Konsistenz und Zusammensetzung weitgehend angeglichen und können von Geburt an mit gutem Gewissen gegeben werden. Milch mit der Bezeichnung „1" ist der Muttermilch nur teilweise angeglichen und kann Zucker enthalten. Sie darf deshalb nur in einem Abstand von 4 Stunden gefüttert werden. HA-Nahrung ist eine Spezialnahrung für allergiegefährdete Kinder. Die Zusammen-setzung des Produktes verringert das Risiko einer Allergieentstehung, schließt es aber nicht vollständig aus.
Überflüssig und für eine gesunde Entwicklung Ihres Babys nicht notwendige Produkte sind die Folgenahrungen „2" und „3" und spezielle Kindermilch.
Abzuraten ist von der Zubereitung von Säuglingsnahrung direkt aus Kuhmilch oder anderen Tier- und Pflanzenmilcharten wie Schafs-, Ziegen- oder Sojamilch. Diese selbstzubereitete Milch hat in ihrer Zusammensetzung keinen ausgewogenen Nährstoffgehalt für Ihr Baby und kann nur schwer hygienisch einwandfrei zubereitet werden.
Tipps zur Zubereitung von Säuglingsnahrung:
- Das Milchpulver löst sich am besten in Wasser auf, das auf 50°C abgekühlt wurde.
- Säuglingsnahrung sollte immer frisch zubereitet werden, da sie sonst Keimen einen idealen Nährboden bietet. Für unterwegs: Füllen Sie das notwendige Milchpulver in ein Fläschchen und geben Sie erst bei Bedarf das Wasser aus einer Thermoskanne hinzu.
- Nach jedem Gebrauch müssen Fläschchen und Sauger mit einer speziellen Fläschchenbürste gründlich gereinigt und einmal am Tag im kochenden Wasserbad sterilisiert werden.
Wasser – aus dem Hahn oder abgepackt?
Egal ob aus Wasserleitung oder Flasche – in den ersten 6 Monaten muss der komplette Wasserbedarf Ihres Babys abgekocht werden. Viel Zeit sparen Sie, wenn Sie den täglichen Wasserbedarf morgens abkochen und bis zum Gebrauch im Kühlschrank lagern.
Leitungswasser unterliegt in Deutschland strengen Qualitätskontrollen und ist normalerweise für die Ernährung Ihres Kindes bestens geeignet. Lediglich in Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung oder in Häusern mit alten Wasserleitungen aus Blei oder Rohren aus Kupfer kann der Schadstoffgehalt des Wassers erhöht sein. Genaueres erfahren Sie beim örtlichen Wasserwerk oder Ihrem Vermieter. In diesen Fällen sollten Sie lieber abgepacktes Mineralwasser verwenden, das die Aufschrift „Für die Zubereitung der Säuglingsnahrung" trägt.
Weitere Informationen
Broschüre „Von Anfang an mit Spaß dabei" des Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raum Baden-Württemberg (pdf, 2,4 MB)
Säuglinge / Kinder im ersten Lebensjahr beim Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung
Quelle: Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum





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